iPad Air Test für die Schule: Lohnt es sich als Einstiegs-Tablet?
Das iPad Air gilt 2025 in vielen Tests als „Standardempfehlung“ und wird teils sogar als bestes Tablet im Markt eingeordnet, da es mit dem M3-Chip deutlich stärker ist als das günstigere iPad, aber deutlich günstiger bleibt als das iPad Pro.
Wir schauen uns an, wie sinnvoll das iPad Air als Schul-Tablet ist und ab wann du besser zum günstigeren iPad oder direkt zum iPad Pro greifst.
iPad Air als Schul-Tablet – für wen ist es gedacht?
Tablets sind an vielen Schulen inzwischen Standard: BYOD-Konzepte („Bring Your Own Device), iPad-Klassen, digitale Schulbücher und Lernplattformen gehören ab der 5./7. Klasse immer öfter zum Alltag. Wenn du vor der Frage stehst, welches Tablet es werden soll, taucht ein Modell praktisch immer auf: das iPad Air.
Das iPad Air mit M3-Chip gibt es in 11 und 13 Zoll. Es sitzt genau zwischen dem günstigeren iPad (11. Generation) und dem teuren iPad Pro. Du bekommst hier mehr Leistung und bessere Ausstattung als beim Einsteiger-iPad, bleibst aber deutlich günstiger als beim Pro. Achte auf die Mindestanforderungen bei Förderung: Förderantrag Digitale Schule Bayern
Für Eltern, Schüler und Lehrkräfte ist die wichtigste Frage: Reicht das iPad Air als Schul-Tablet oder ist es überdimensioniert? Genau das schauen wir uns im Detail an, mit Fokus auf typische Schul-Szenarien: Unterricht, Hausaufgaben, Präsentationen, Projektarbeiten und Mediennutzung.
Das iPad 11″ (A16, 2025) kann klar als Einsteiger- und Bildungslösung positioniert werden. Es ermöglicht einen günstigen Einstieg, volle iPadOS-Funktion, aber ohne Apple-Intelligence-Features. Lies dazu meinen Artikel hier: Apple iPad (A16) 2025 – Wie gut ist das Tablet für Schule und kreative Arbeit?
Erster Eindruck und Einrichtung
Verpackung und Lieferumfang sind typisch Apple: Du bekommst das Tablet, ein USB-C Kabel und evtl. ein Netzteil, Stift und Keyboard sind nicht dabei. Nach dem Einschalten läuft die Einrichtung recht geradlinig ab (wenn du dich schon auskennst): Sprache wählen, WLAN verbinden, Apple-ID anlegen oder ein bestehendes Familienkonto nutzen. Wenn du das iPad für ein Kind einrichtest, kannst du direkt Bildschirmzeit, Inhaltsfilter und Kaufbeschränkungen setzen. Hier kann es etwas holprig werden, da Kinderaccounts nicht genauso funktionieren wie „normale“-Accounts.
Für die Schule kommen meist noch ein paar Schritte dazu, wobei das oft in der Klasse mit den Kids zusammen gemacht wird:
Sobald WLAN, Schul-Account und die wichtigsten Apps eingerichtet sind, läuft vieles wie von selbst. Updates für iPadOS und Apps kommen regelmäßig (Abhängig von deinen Einstellungen), meist im Hintergrund. Für Kinder und Jugendliche ist das System übersichtlich, und Lehrkräfte können bei iPadOS-Geräten besser helfen, weil die meisten Schulen sich auf Apple oder ein, zwei weitere Hersteller konzentrieren.
Design, Verarbeitung und Alltagstauglichkeit
Das iPad Air setzt auf ein Aluminiumgehäuse, was sehr stabil und hochwertig wirkt. Die Kanten sind flach, die Rückseite glatt, es fühlt sich eher wie ein ultraleichter Laptop-Deckel an, nicht wie ein Spielzeug. Das iPad Air gibt es in 11″ und 13″:
Die Verarbeitung ist, wie bei den meisten iPads, sehr hochwertig: Aluminium-Unibody, stabiles Gehäuse, kaum Verwindung. Die nur gut sechs Millimeter Gehäusedicke machen das Gerät aber empfindlich. Gleichzeitig ist die Glasfront natürlich stoß- und kratzanfällig, wenn es ohne Schutz lose in der Tasche liegt.
Im Schulalltag ist eine robuste Hülle mit Displayklappe praktisch Pflicht. Mit einer stabilen Schutzhülle und ggf. Panzerglas übersteht das iPad Air in der Regel mehrere Schuljahre. Stürze vom Tisch sind trotzdem nie ganz ohne Risiko, auch enge Spinde oder überfüllte Rucksäcke fordern einiges. Optional ist eine Folie mit Papier-Feeling sinnvoll, wenn viel handschriftlich gearbeitet wird.
Technische Daten und Features im Detail
Viele Datenblätter wirken auf den ersten Blick abstrakt. Für die Schule sind aber vor allem diese Punkte wichtig.
Display: Lesen, Schreiben, PDFs
Das iPad Air setzt auf ein „Liquid Retina“-LCD mit 60 Hz, vollständig laminiert und mit Anti-Reflex-Beschichtung.
Im Klassenraum, in normalen Innenräumen und sogar im Schatten auf dem Schulhof bleibt der Bildschirm gut ablesbar. Nur bei direkter Sonne musst du den Blickwinkel etwas anpassen. Für Schulbücher als PDF, Präsentationen und handschriftliche Notizen ist die Darstellung sehr scharf.
Leistung: M3-Chip und Apple Intelligence
Innen arbeitet der Apple M3-Chip, der aus dem Mac-Bereich stammt und im Vergleich zum A16 im günstigeren iPad 11 deutlich stärkere Reserven bietet.
Das Arbeiten mit Lern-Apps, große PDFs, Split-View mit zwei Apps nebeneinander, Grafikanwendungen und gelegentliche Videoprojekte bringen das Gerät kaum ins Schwitzen. Auch in ein paar Jahren dürfte noch genug Leistung für iPadOS-Updates und neue Apps da sein.
Speicher: Wie viel ist für die Schule sinnvoll?
Das iPad Air startet bei 128 GB und geht bis 1 TB. Für die meisten Schüler reichen:
Wichtig: Der Speicher lässt sich nicht per microSD-Karte erweitern, anders als bei vielen Android-Tablets.
Akkulaufzeit: Schultag ohne Steckdose?
Apple gibt bis zu 10 Stunden Web oder Videowiedergabe an, Praxiserfahrungen liegen je nach Nutzung zwischen 8 und 12 Stunden.
Für einen typischen Schultag reicht eine Ladung problemlos, selbst mit ein paar Stunden Video-Unterricht und Recherchepausen. Wer nachmittags noch lange streamt oder spielt, sollte das iPad abends an den Strom hängen.
Konnektivität: WLAN oder 5G?
Standard ist Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3; optional gibt es eine 5G-Variante (eSIM-only).
Für die meisten Schüler reicht das WLAN-Modell. Zuhause und in der Schule hängt das Tablet ohnehin fast immer im WLAN. 5G lohnt sich vor allem für Schüler mit langem Schulweg, vielen Lücken im WLAN oder sehr flexiblem Alltag (z. B. Berufsschule, Blockunterricht, Praktika).
iPad Air im Schulalltag: Schreiben, Lernen, Streaming
Notizen, digitale Hefte und Stift-Einsatz
In der Praxis wirst du das iPad Air wahrscheinlich vor allem als digitales Heft nutzen. Mit einem passenden Stift wie dem Apple Pencil Pro fühlt sich handschriftliches Schreiben sehr direkt an; viele Schüler greifen nach kurzer Eingewöhnung lieber zum Tablet als zum Papier. Apps wie GoodNotes, Notability oder OneNote erlauben mehrere „Hefte“, farbige Marker, Screenshots aus dem Unterricht und das Importieren von Arbeitsblättern als PDF. Damit wird das iPad Air schnell zum digitalen Collegeblock:
Auf dem 11″-Air hast du eine gute Balance aus Übersicht und Handlichkeit. Auf dem 13″-Air fühlen sich große Tafelbilder, Formelsammlungen oder Mindmaps deutlich luftiger an, was besonders für die Oberstufe/Studium angenehm ist.
Wenn viel handschriftlich gearbeitet wird, hilft oft eine Folie mit Papier-Feeling, damit sich der Stift weniger „glatt“ anfühlt.
Lern-Apps, Browser, Video-Unterricht
Viele Schulen setzen auf Lernplattformen, Cloud-Anwendungen, Vokabeltrainer, Mathe-Apps oder digitale Bücher. Hier spielt das iPad Air seine Stärken aus:
Im Schulalltag ist eher die WLAN-Qualität der limitierende Faktor, dass iPad Air kommt bei diesen Aufgaben kaum an seine Grenzen.
Zubehör im Schulalltag (Stift, Tastatur, Hülle)
Für die Schule sind drei Zubehörtypen interessant:
Vergleich: iPad Air vs. günstigere Modelle für die Schule
Besonders spannend ist der Vergleich zum günstigeren iPad (11″, 2025, A16) und zu soliden Android-Einsteigergeräten wie dem Samsung Galaxy Tab S9 FE+.
iPad (11″, 2025, A16) – das echte Einsteiger-Schul-iPad
Das Standard-iPad ist spürbar günstiger und wird von vielen Schulen bewusst als Einstiegsgerät empfohlen. Technisch bekommst du:
Im Schulalltag heißt das: Für eine reine Basisnutzung (Lernplattform, Browser, PDF, ein paar Apps) oder als Einstieg, reicht das Standard-iPad völlig. Wenn das Budget knapp ist und keine speziellen Anforderungen bestehen, ist es eine sinnvolle Wahl – besonders in Klassen, in denen die Schule das Modell explizit vorgibt.
Android-Alternative: Samsung Galaxy Tab S9 FE+
Wenn deine Schule offen für Android ist, du aber deutlich sparen willst, kann ein Tab S9 FE+ eine gute Lösung sein. Android-Geräte punkten vor allem bei Preis und Flexibilität:
Im Gegenzug musst du mit einem weniger optimierten App-Ökosystem für Schule und Lernen leben. Viele Schul-Apps sind zwar auch für Android verfügbar, laufen dort aber eher im Smartphone-Layout oder mit weniger Feinschliff. Zudem sind Update-Laufzeiten und Wiederverkaufswerte meist schwächer als beim iPad.
Wann reicht ein günstigeres Gerät?
Vergleich: iPad Air vs. iPad Pro
Die wichtigste teurere Alternative ist das iPad Pro mit M5 und OLED-Display, außerdem High-End-Android-Tablets oder Windows-2-in-1-Geräte.
iPad Air vs. iPad Pro (M5)
Das iPad Pro mit M5-Chip ist deutlich teurer, bietet aber:
Für klassische Schulaufgaben ist das aber meist Overkill. Die Mehrleistung spürst du vor allem bei anspruchsvollen Videoprojekten, 3D-Anwendungen, professioneller Bildbearbeitung oder wenn das Tablet zugleich vollwertiger Laptop-Ersatz für kreative Berufe sein soll.
iPad Air vs. Windows-2-in-1 (z. B. Surface)
Windows-Convertibles sind näher am klassischen Laptop:
Dafür sind sie meist schwerer, haben eine kürzere Akkulaufzeit und reagieren träger als das iPad Air. Für den typischen Schulalltag (PDFs, Lern-Apps, Cloud-Dokumente) bietet ein iPad Air in der Regel das rundere Gesamtpaket.
Pro und Contra für den Schuleinsatz
Vorteile des iPad Air als Schul-Tablet
Nachteile im Schulkontext
Preis-Leistungs-Verhältnis fürs Schulbudget
Straßenpreise Ende 2025 (gerundete Spannen):
Preis-Stand: 26.12.2025. Apple-Listenpreise liegen je nach Größe/Speicher deutlich höher. Aktionen zu Back-to-School, Black Friday oder Prime Day drücken die Preise zeitweise deutlich nach unten. Dazu kommen je nach Setup:
Wenn du die Gesamtkosten über mehrere Schuljahre betrachtest, relativiert sich der hohe Einstiegspreis: iPads behalten erfahrungsgemäß ihren Wert besser als viele Android-Tablets, und dank langer Softwareupdates muss nicht alle zwei Jahre neu gekauft werden.
Fazit: Für welche Schüler ist das iPad Air sinnvoll?
Unterm Strich ist das iPad Air eines der ausgewogensten Tablets für die Schule. Wenn du ein Gerät suchst, das heute problemlos durch den Unterricht kommt und in drei bis fünf Jahren immer noch Spaß machen soll, ist es ein sehr starker Kandidat. Wenn du es nur zum Einstieg planst (z.B. für die 6./7. Klasse) und später auf ein Leistungsstärkeres umsteigen möchtest, würde ich mit dem iPad 11″ (A16) starten, siehe: Apple iPad (A16) 2025 – Wie gut ist das Tablet für Schule und kreative Arbeit?
Sinnvoll ist das iPad Air als Schul-Tablet vor allem für:
Besser ein günstigeres Modell wählen, wenn:
Direkt zu einem teureren Gerät greifen solltest du, wenn:
Wenn du dich für das iPad Air entschieden hast oder noch weiter recherchieren möchtest, kannst du im nächsten Schritt gezielt nach aktuellen Angeboten schauen.