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Notizen App iPad 2026: 13 Apps im Vergleich für Schule und Studium

Du hast ein iPad und suchst die Notizen App, die im Schulalltag wirklich trägt. Dieser Vergleich beantwortet drei Fragen: Was kannst du damit machen, was kostet es dich über die Schulzeit, und wo landen deine Daten.

Update-Hinweis: Dieser Vergleich wurde ursprünglich 2025 erstellt und am 1. September 2026 überarbeitet. Alle Preise zuletzt geprüft am 27. August 2026 im deutschen App Store.

TL;DR / Das Wichtigste in Kürze

Für die meisten reicht die Notizen App, die schon auf dem iPad ist. Sie kostet nichts, kann Handschrift, Skizzen und seit dem letzten Systemupdate auch Tonaufnahmen mitschreiben. Wer viele Arbeitsblätter als PDF bearbeitet, ist mit Goodnotes besser bedient, und zwar mit dem einmaligen Kauf für 39,49 € statt mit einem Abo. Wenn dein Kind unter 16 ist, gibt es eine wichtige Einschränkung beim Datenschutz, dazu weiter unten mehr.

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Warum dieser Vergleich 2026 anders ausfällt

Der Markt für Notizen Apps hat sich in den letzten zwölf Monaten stärker verändert als in den fünf Jahren davor. Drei Dinge sind passiert, und alle drei betreffen deinen Geldbeutel oder deine Daten.

Erstens sind die Preismodelle umgebaut worden. Goodnotes hat im September 2025 auf fünf Stufen umgestellt, Notability auf vier. Nebo heißt heute MyScript Notes und verlangt ein Konto, das früher nicht nötig war.

Zweitens hat Apple bei der eigenen Notizen App kräftig nachgelegt. Sie kann inzwischen Dinge, für die man vorher zahlen musste. Im Herbst kommt noch mehr dazu.

Drittens hat fast jede App KI-Funktionen bekommen. Die sind praktisch, schicken deine Inhalte aber oft an fremde Server. Bei Hausaufgaben ist das egal, bei einem Bewerbungsentwurf nicht.

Die wichtigste Frage zuerst: Wie alt bist du?

Das klingt nach einer merkwürdigen Einstiegsfrage für einen App-Vergleich. Sie entscheidet aber darüber, welcher Rat für dich überhaupt umsetzbar ist.

Apple bietet für die iCloud einen Schalter namens erweiterter Datenschutz an, auf Englisch Advanced Data Protection, kurz ADP. Ist er an, kann selbst Apple deine Notizen nicht mehr lesen. Fachleute nennen das Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Deine Notiz wird auf deinem iPad verschlüsselt und erst auf deinem anderen Gerät wieder geöffnet. Wer die Daten unterwegs abfängt, sieht nur Buchstabensalat. Apple Support, iCloud data security overview

Fast jeder Datenschutztipp zu iPads läuft auf diesen einen Schalter hinaus. Nur lässt er sich in zwei der drei häufigsten Konstellationen gar nicht umlegen.

Wann du ADP nutzen kannst und wann nicht

  • Eigener Apple Account ab 16 Jahren: ADP steht dir offen. In Deutschland liegt die Altersgrenze bei 16, nicht bei 13.
  • Kinderaccount unter 16: ADP ist nicht verfügbar. Apple schließt Kinderaccounts ausdrücklich aus.
  • Schulgerät mit verwaltetem Schulaccount: ebenfalls nicht verfügbar. Auch diese Accounts sind ausgeschlossen.

Für Schülerinnen und Schüler unter 16 heißt das: Der meistgegebene Rat funktioniert nicht. Deine Notizen liegen bei Apple zwar verschlüsselt, aber Apple hat den Schlüssel.

Der Ausweg für Kinderaccounts

Es gibt eine Lösung, und sie kostet nichts. Gesperrte Notizen in der Apple Notizen App sind immer Ende-zu-Ende verschlüsselt, ganz unabhängig von ADP. Du sperrst eine einzelne Notiz mit deinem Gerätecode oder einem eigenen Passwort, und ab dem Moment kommt niemand mehr heran.

Das ist umständlicher, als einen Schalter umzulegen, weil du jede Notiz einzeln sperrst. Für die drei oder vier wirklich sensiblen Notizen reicht es vollkommen.

Die zweite Möglichkeit ist, den Datenschutz nicht über die iCloud zu lösen, sondern über die App. Joplin und Obsidian legen deine Notizen entweder nur auf dem Gerät ab oder in einer Cloud, die du selbst aussuchst. Dazu unten mehr.

Was ADP auch dann nicht schützt

Selbst mit eingeschaltetem ADP gibt es drei Lücken, die kaum jemand erwähnt:

  • Teilst du ein Freeform-Board über „Kopie senden“, liegt es unverschlüsselt, solange der Link aktiv ist. Das gilt unabhängig von deinen Einstellungen.
  • Arbeitest du in Pages, Numbers oder Keynote gemeinsam an einem Dokument, ist diese Zusammenarbeit von ADP ausgenommen.
  • Jede Freigabe nach dem Muster „jeder mit dem Link“ ist ebenfalls ausgenommen.

Geteilte Notizen bleiben nur dann geschützt, wenn alle Beteiligten ADP eingeschaltet haben. In einer Schulklasse ist das praktisch nie der Fall.

Kurzüberblick: Die Kandidaten

Apple Notizen, Freeform und Journal

Diese drei Apps sind schon auf dem iPad und kosten nichts. Apple Notizen kann Text, Handschrift, Skizzen, Checklisten, Scans und Anhänge. Seit dem Systemupdate im vergangenen Herbst kann die App außerdem Ton aufnehmen, in Text umwandeln und zusammenfassen. Das hat vorher Geld gekostet.

Freeform ist eine unendlich große Zeichenfläche für Gruppenarbeit, Journal ein Tagebuch. Beide sind kostenlos.

Goodnotes

Die Referenz für handschriftliche Mitschriften und für PDF-Arbeitsblätter. Schreibgefühl, Ordnerstruktur und Vorlagen sind das Beste im Feld. Seit September 2025 gibt es fünf Stufen. Für Schule und Studium sind zwei davon interessant: Essential für 13,00 € im Jahr und Special Edition für einmalig 39,49 €.

Special Edition ist der frühere Einmalkauf. Goodnotes bewirbt ihn auf der eigenen Webseite nicht mehr, im deutschen App Store steht er aber. Er läuft nur auf Apple-Geräten und ohne die Goodnotes-Cloud. Wer ohnehin nur iPad und iPhone nutzt, verliert dadurch nichts.

Nicht vergessen: Es gibt eine kostenlose Version für Schulen mit Verwaltungskonsole, Dokumentenverteilung und Bewertungsfunktionen. Frag in der Schule nach, bevor du privat kaufst.

Mehr zu den Plänen und den KI-Funktionen steht im ausführlichen Artikel Goodnotes 2025: Neue Pläne & AI

Notability

Notability ist die App für Vorlesungen und Interviews. Ihre Besonderheit ist der Ton-Abgleich: Du tippst später auf eine Zeile deiner Mitschrift und die Aufnahme springt genau an die Stelle, an der du sie geschrieben hast. Beim Nacharbeiten spart das viel Zeit.

Diese Funktion hat sonst niemand im Feld. Apple Notizen nimmt zwar auch Ton auf und schreibt ihn ab, den zeilengenauen Sprung in die Aufnahme kann sie aber nicht.

Die Gratisversion ist eng. Sie erlaubt fünf Notizen, nicht fünf pro Monat, sondern fünf insgesamt. Für ein Schuljahr reicht das nicht.

MyScript Notes, früher Nebo

MyScript Notes hat die beste Handschrifterkennung im Feld und ist für Mathematik, Physik und Technik konkurrenzlos. Sie wandelt handschriftliche Formeln in sauberen Text um und exportiert sie sogar als LaTeX, das Formelformat, das an Universitäten Standard ist.

Zwei Änderungen musst du kennen. Die App hieß bis September 2025 Nebo. Und sie verlangt seitdem ein Konto, das früher nicht nötig war. Auch die Synchronisierung über iCloud, Google Drive oder Dropbox setzt dieses Konto voraus.

OneNote

Kostenlos, läuft überall, und wenn deine Schule auf Microsoft setzt, ist die Entscheidung ohnehin gefallen. Klassennotizbücher und gemeinsames Arbeiten sind stark.

Der Haken: Es gibt keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Microsoft kann deine Inhalte grundsätzlich lesen. Für Vertrauliches gibt es passwortgeschützte Abschnitte, die ordentlich verschlüsselt sind. Nutze sie konsequent für alles Persönliche.

Joplin und Obsidian

Beide sind kostenlos, quelloffen und für Leute gemacht, denen Kontrolle wichtiger ist als Komfort. Joplin verschlüsselt von Haus aus Ende zu Ende und lässt dich die Cloud selbst wählen. Obsidian legt deine Notizen als einfache Textdateien direkt auf dem Gerät ab.

Ein Punkt, der in vielen Vergleichen fehlt: Das sind keine Handschrift-Apps. Wenn du mit dem Apple Pencil mitschreiben willst, sind sie keine Alternative zu Goodnotes. Sie sind eine Alternative zu getippten Notizen.

In dieselbe Kategorie gehört Standard Notes, seit 2024 Teil von Proton. Der Anbieter kann dort prinzipbedingt nicht mitlesen, dafür bekommst du reinen Text und keine Handschrift.

Drei weitere Apps stehen in der Übersicht unten, aber nicht in den Empfehlungen. Noteshelf 3 ist ein solider Allrounder mit vielen Vorlagen, hat gegenüber Goodnotes aber kein eigenes Argument. Sketchbook ist zum Zeichnen da, nicht zum Mitschreiben. Pages lohnt sich erst bei längeren Arbeiten.

Notizen App iPad im Kostenvergleich

Jetzt zu den Zahlen. Der Reihe nach. Alle Preise stammen vom 27. August 2026 aus dem deutschen App Store.

Warum der beworbene Preis nicht der Preis ist, den du zahlst

Auf ihren deutschen Webseiten nennen Goodnotes und Notability Dollarpreise. Notability schreibt sogar dazu, dass die Angaben in US-Dollar sind. Im App Store steht dann ein anderer Betrag.

Ein Beispiel: Notability bewirbt gerade einen Rabatt zum Schulstart und nennt 15,99 US-Dollar für die Plus-Stufe. Im deutschen App Store stehen 19,99 €. Der beworbene Rabatt kommt bei dir nicht an. Verlass dich deshalb nur auf den Preis, den dein iPad dir anzeigt.

Die Monatsabo-Falle

Wenn du nur eine Zahl aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese: Ein Monatsabo kostet dich je nach Stufe das Drei- bis Sechsfache des Jahresabos.

  • Notability Lite: 6,99 € im Monat sind 83,88 € im Jahr, statt 14,99 € bei jährlicher Zahlung.
  • Notability Plus: 8,99 € im Monat sind 107,88 €, statt 19,99 €.
  • Notability Pro: 22,99 € im Monat sind 275,88 €, statt 99,99 €.

Das Monatsabo lohnt sich in genau einem Fall: Du willst eine App vier Wochen lang ernsthaft ausprobieren und kündigst danach. Sonst nie.

Vier Jahre Schule, einmal durchgerechnet

Eine Oberstufe dauert drei Jahre, ein Bachelor drei bis vier. Rechnen wir also mit vier Jahren.

App und Stufe

Kosten über 4 Jahre

Apple Notizen

0 €

MyScript Notes, einmalig

29,99 €

MyScript Notes, jährlich 7,99 €

31,96 €

Goodnotes Special Edition, einmalig

39,49 €

Goodnotes Essential, jährlich 13,00 €

52,00 €

Notability Lite, jährlich 14,99 €

59,96 €

Notability Classic, einmalig

59,99 €

Notability Plus, ab 19,99 € im Jahr

ab 79,96 €

Noteshelf 3 Premium, ab 19,99 € im Jahr

ab 79,96 €

Goodnotes Pro, jährlich 39,49 €

157,96 €

Notability Pro, jährlich 99,99 €

399,96 €

Zwischen der günstigsten bezahlten Lösung und der teuersten liegt das Dreizehnfache. Für Schule und Studium brauchst du keine der teuren Stufen, sie zielen auf Meetings, Teamarbeit und KI-Funktionen im Beruf.

Kurz gesagt: Jahresabo oder Einmalkauf, nie monatlich, und die günstigste bezahlte Stufe reicht fast immer.

Goodnotes Special Edition kostet 39,49 €, Essential 13,00 € im Jahr. Der Einmalkauf rechnet sich also nach gut drei Jahren. Beginnst du die Oberstufe oder ein Studium, greif zum Einmalkauf. Willst du nur ein Halbjahr überbrücken, nimm das Abo. Goodnotes, Preisübersicht

Bei MyScript Notes ist die Rechnung ähnlich: 29,99 € einmalig gegen 7,99 € im Jahr, das kippt nach knapp vier Jahren.

Ein Punkt für Eltern mit mehreren Kindern

Goodnotes schließt die Familienfreigabe für die Pro-Stufe und den KI-Zusatz ausdrücklich aus. Wer diese Stufen kauft, kauft sie pro Kind. Bei zwei Kindern und Goodnotes Pro sind das 78,98 € im Jahr.

Für Essential und den Einmalkauf gilt dieser Ausschluss nicht. Prüfe die Familienfreigabe trotzdem vor dem Kauf am Gerät, sie hängt an der Konfiguration des Anbieters.

Notizen App Datenschutz: Wo deine Mitschriften wirklich liegen

Drei Fragen entscheiden, wie sicher deine Notizen liegen. Wer hat den Schlüssel, brauchst du ein Konto, und was passiert mit den KI-Funktionen.

Der Sync-Pfad ist wichtiger als die App

Goodnotes und Notability können ihre Daten entweder über die iCloud oder über die eigene Cloud des Anbieters synchronisieren. Nimm die iCloud. Apple gibt an, dass Daten von Fremd-Apps mit eingeschaltetem ADP Ende zu Ende verschlüsselt werden, wenn sie im iCloud-Backup oder in den dafür vorgesehenen iCloud-Feldern liegen. Für die Cloud eines Anbieters gilt diese Zusage nicht.

Wenn du ADP nicht nutzen kannst, weil dein Account ein Kinderaccount ist, bleibt der Rat trotzdem richtig. Eine Ablage ist immer besser als zwei.

Kontozwang als Auswahlkriterium

Ein Konto beim Anbieter heißt: Eine weitere Firma weiß, dass es dich gibt, wann du arbeitest und wie viel. Der Unterschied ist erheblich.

  • Kein Konto nötig: Joplin, Obsidian, Noteshelf 3
  • Nur dein Apple Account: Apple Notizen, Freeform, Journal
  • Anmeldung über dein Apple-, Google- oder Microsoft-Konto: Goodnotes, Notability
  • Eigenes Konto beim Anbieter Pflicht: MyScript Notes, Standard Notes, OneNote

KI-Funktionen und was sie verschicken

Fast jede App hat inzwischen KI an Bord. Wichtig ist die Unterscheidung, wo gerechnet wird.

Läuft die Auswertung auf dem Gerät, verlässt nichts dein iPad. Läuft sie in der Cloud, geht dein Text an einen Server, bei manchen Apps an einen externen KI-Dienst. Noteshelf zum Beispiel nutzt die Schnittstelle von ChatGPT. Goodnotes trennt das sauber: Die Abschrift von Aufnahmen läuft in den günstigen Stufen auf dem Gerät, erst die teuren Stufen rechnen in der Cloud.

Die einfache Regel: Bei sensiblen Inhalten die KI-Funktionen ausschalten. Bei Vokabeln und Formeln kannst du sie laufen lassen.

Jetzt kaufen oder auf iPadOS 27 warten?

Apple hat für den Herbst 2026 das nächste Systemupdate angekündigt, iPadOS 27. Für diesen Vergleich ist eine einzige Ankündigung relevant, dafür eine gewichtige. Apple, iPadOS 27 Vorschau

Die Notizen App soll mit deinen Notizen arbeiten können, auch mit handgeschriebenen. Apple nennt zwei Beispiele: Stichpunkte in eine ordentliche Tagesordnung bringen und aus handschriftlichen Vorlesungsnotizen einen ausführlichen Lernleitfaden machen.

Das ist genau die Funktion, für die du heute Notability Plus, den Goodnotes-KI-Zusatz oder MyScript Notes bezahlst. Wenn Apple sie mitliefert, verschiebt das den ganzen Vergleich.

Zwei Einschränkungen, die du kennen solltest

Erstens hängt die Funktion an Apples neuer Sprachassistenz. Apple schreibt in einer Fußnote, dass diese zunächst nicht in der EU verfügbar sein wird, und zum Start nur auf Englisch. Ob die Notizen-Funktion in Deutschland trotzdem kommt, geht aus Apples Angaben nicht eindeutig hervor.

Zweitens hängen die KI-Funktionen am Chip. iPadOS 27 läuft laut Apple auch auf dem Einsteiger-iPad mit A16-Chip und auf iPads ab der neunten Generation. Apple Intelligence setzt dagegen einen M1-Chip oder neuer voraus. Das Einsteiger-iPad bekommt also das System, aber nicht die KI. Welches iPad was kann, steht im Artikel zum Apple iPad A16 (2025).

Was das für deine Entscheidung heißt

Warte nicht. Eine kostenlose Funktion, die vielleicht kommt, vielleicht nicht in Deutschland und nur auf neueren Geräten, ist kein Grund, ein Schuljahr ohne vernünftige App zu beginnen. Kauf, was du jetzt brauchst, und greif zum Einmalkauf statt zum Abo. Dann ärgerst du dich auch nicht, wenn Apple im Herbst nachlegt.

Alle 13 Notizen Apps im Vergleich

App

Wofür

Datenschutz kurz

Konto

Preis

Apple Notizen

Alltag, Handschrift, Ton

mit ADP Ende zu Ende; gesperrte Notizen immer

Apple Account

kostenlos

Freeform

Gruppenarbeit auf großer Fläche

mit ADP Ende zu Ende, außer bei „Kopie senden“

Apple Account

kostenlos

Pages

längere Arbeiten mit Anmerkungen

mit ADP Ende zu Ende, außer bei gemeinsamem Bearbeiten

Apple Account

kostenlos

Journal

Lerntagebuch

immer Ende zu Ende

Apple Account

kostenlos

Goodnotes

Mitschriften und PDF

sicher über iCloud, Anbieter-Cloud meiden

Apple, Google oder Microsoft

Gratis bis 3 Dateien; 13,00 € / Jahr, einmalig 39,49 €

Notability

Mitschrift mit Ton-Abgleich

lokal und iCloud in Ordnung

Apple, Google, Microsoft oder Anmeldelink Per E-Mail

gratis nur 5 Notizen, ab 14,99 €/Jahr

MyScript Notes

Formeln und Handschrift in Text

keine Ende-zu-Ende-Zusage für die Synchronisierung

Konto beim Anbieter Pflicht

7,99 €/Jahr, einmalig 29,99 €

OneNote

Schulen mit Microsoft

keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Passwortabschnitte nutzen

Microsoft-Konto

kostenlos

Noteshelf 3

Mitschriften mit vielen Vorlagen

KI nutzt einen externen Dienst, für sensiblen Daten abschalten

kein Pflicht-Konto

Free-Basis; ab 19,99 €/Jahr

Joplin

getippte Notizen, maximale Kontrolle

Ende zu Ende ab Werk, Open Source, eigene Server

Kein Konto nötig

kostenlos (evtl. Serverkosten)

Standard Notes

reiner Text, maximale Vertraulichkeit

Anbieter kann nicht mitlesen

Konto notwendig

Gratis; Abo optional

Obsidian

Wissenssammlung, verknüpfte Notizen

liegt auf dem Gerät

Kein Konto nötig

kostenlos (Sync optional)

Sketchbook

Zeichnen als Ergänzung

kein Cloud-Zwang

Kein Konto nötig

kostenlos

Empfehlungen je nach Situation

Wenn du nichts ausgeben willst

Apple Notizen. Sie ist da, sie kann Handschrift, und seit dem letzten Update auch Tonaufnahmen mitschreiben und zusammenfassen. Ergänze sie mit Freeform für Gruppenprojekte. Für sensible Inhalte sperrst du die einzelne Notiz.

Das gilt auch für ein iPad, das du für ein Kind unter 16 einrichtest. Der erweiterte Datenschutz steht dort nicht zur Verfügung, gesperrte Notizen dagegen schon. Richte zusätzlich ein automatisches Backup in eine Cloud deiner Wahl ein.

Wenn du viel mit der Hand schreibst

  • Arbeitsblätter als PDF: Goodnotes Special Edition für einmalig 39,49 €, synchronisiert über die iCloud statt über die Goodnotes-Cloud. Wer nicht alles auf einmal ausgeben will, nimmt Essential für 13,00 € im Jahr und zahlt nach drei Jahren drauf.
  • Vorlesungen und Interviews: Notability wegen des Ton-Abgleichs. Lite für 14,99 € im Jahr reicht für unbegrenzte Notizen, Plus ab 19,99 € bringt Abschrift und Handschriftsuche. Pro für 99,99 € ist hier überdimensioniert.
  • Mathe, Physik, Technik: MyScript Notes für 29,99 € einmalig. Die Umwandlung handschriftlicher Formeln in sauberen Text ist unerreicht, dafür brauchst du ein Konto beim Anbieter.

Bevor du bei Notability zahlst: Brauchst du wirklich den zeilengenauen Sprung in die Aufnahme? Für eine reine Abschrift genügt inzwischen Apple Notizen.

Wenn Datenschutz oder die Schule die Wahl vorgeben

  • Deine Schule arbeitet mit Microsoft: OneNote, die Entscheidung ist dir abgenommen. Leg Vertrauliches in passwortgeschützte Abschnitte und nutze für Privates eine zweite App.
  • Kontrolle geht dir über Komfort: Joplin für getippte Notizen. Verschlüsselt ab Werk, quelloffen, du wählst die Cloud selbst. Für Handschrift taugt es nicht, dann kombinierst du Apple Notizen mit gesperrten Notizen.

Noch kein Gerät? Welches Tablet für die Schule passt, steht im 2-in-1 Tablets für die Digitale Schule.

Für Technikfans: Die Details

Diesen Abschnitt kannst du überspringen. Er richtet sich an alle, die genauer wissen wollen, was hinter den Begriffen steckt.

Wie ADP technisch funktioniert

Ohne erweiterten Datenschutz sind 15 Datenkategorien in der iCloud Ende zu Ende verschlüsselt, darunter Passwörter, Gesundheitsdaten und die Bildschirmzeit. Mit ADP steigt die Zahl auf 25, darunter das Backup, Fotos und Notizen. Ausgenommen bleiben iCloud Mail, Kontakte und Kalender, weil sie mit weltweiten Standardsystemen zusammenarbeiten müssen.

Der Preis für diese Sicherheit ist Eigenverantwortung. Verlierst du Gerätecode, Wiederherstellungskontakt und Wiederherstellungsschlüssel, sind die Daten weg. Apple kann nicht helfen, weil Apple den Schlüssel nicht hat. Genau das ist der Punkt.

Mit eingeschaltetem ADP ist außerdem der Zugriff über iCloud.com standardmäßig gesperrt. Du kannst ihn vorübergehend freischalten.

Zero-Knowledge und die Verschlüsselungsverfahren

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beschreibt den Übertragungsweg. Zero-Knowledge beschreibt das Geschäftsmodell dahinter. Ein Anbieter mit Zero-Knowledge baut sein System bewusst so, dass er selbst bei bestem Willen nicht mitlesen kann, auch dann nicht, wenn eine Behörde ihn dazu auffordert. Standard Notes arbeitet nach diesem Prinzip.

Bei den Verfahren selbst nutzt Standard Notes XChaCha20-Poly1305, OneNote verschlüsselt seine passwortgeschützten Abschnitte mit AES-128. Beide gelten nach heutigem Stand als sicher. Für deine Kaufentscheidung sind die Namen egal. Entscheidend ist, ob überhaupt Ende zu Ende verschlüsselt wird und wer den Schlüssel hat.

Weitere Begriffe in Kurzform

  • Markdown: eine simple Textauszeichnung, bei der Sternchen für Fettschrift stehen. Apple Notizen kann solche Dateien seit dem letzten Systemupdate ein- und ausgeben.
  • Texterkennung: wandelt Text in Bildern und Scans in durchsuchbaren Text um.
  • Verwalteter Schulaccount: ein Apple Account, den die Schule anlegt und verwaltet. Er kann ADP nicht nutzen und keine Sicherheitsschlüssel.
  • Eigener Server: Joplin lässt dich die Synchronisierung über Dropbox, OneDrive oder einen selbst betriebenen Dienst wie Nextcloud laufen.

Wenn dich das Thema Datenschutz weiter interessiert, findest du die Grundlagen im Artikel Privatsphäre, Datenschutz, Sicherheit & Anonymität.

Fazit: Welche Notizen App fürs iPad passt zu dir?

Wer 2026 nach einer Notizen App iPad Empfehlung sucht, bekommt von mir eine unspektakuläre: Nimm erst einmal die, die schon da ist. Apple Notizen hat im letzten Jahr so viel dazugelernt, dass sich ein Kauf nur noch lohnt, wenn du etwas Bestimmtes brauchst.

Dieses Bestimmte ist bei den meisten das Arbeiten mit PDF-Arbeitsblättern. Dann führt kein Weg an Goodnotes vorbei, und dann nimm den Einmalkauf für 39,49 €. Bei Vorlesungen ist Notability wegen des Ton-Abgleichs die bessere Wahl, bei Formeln MyScript Notes.

Drei Dinge solltest du vor jedem Kauf prüfen: Synchronisiere über die iCloud statt über die Cloud des Anbieters. Nimm das Jahresabo oder den Einmalkauf, niemals das Monatsabo. Und wenn das iPad einem Kind unter 16 gehört, plane den Datenschutz über gesperrte Notizen statt über den erweiterten Datenschutz.

Wer viel mit der Hand schreibt, merkt den Unterschied übrigens weniger an der App als am Stift und an der Oberfläche. Welcher Stift zu welchem iPad passt, steht im Apple Pencil Vergleich.

  • Eine matte Schutzfolie kostet rund 20 bis 30 € und verändert das Schreibgefühl deutlich stärker als ein App-Wechsel: Schutzfolie Paper-Feel bei Amazon.de *
  • Wenn du ohnehin einen Stift brauchst: Apple Pencil USB-C bei Notebooksbilliger.de*

FAQ

Für die meisten Apple Notizen, weil sie kostenlos ist und alles Wichtige kann. Wer viele Arbeitsblätter als PDF bearbeitet, nimmt Goodnotes. Bei Vorlesungen Notability, bei Formeln MyScript Notes.

Ja. Er heißt Goodnotes Special Edition und kostet 39,49 € im deutschen App Store, Stand 27. August 2026. Auf der Webseite von Goodnotes wird er nicht mehr beworben, im App Store steht er aber. Er läuft nur auf Apple-Geräten.

Ein Schalter in den iCloud-Einstellungen. Ist er an, kann selbst Apple deine Notizen nicht lesen. Nutzen kannst du ihn nur mit einem eigenen Apple Account. Kinderaccounts unter 16 und verwaltete Schulaccounts sind ausgeschlossen.

Sperre die einzelne Notiz in der Apple Notizen App. Gesperrte Notizen sind immer Ende zu Ende verschlüsselt, unabhängig vom erweiterten Datenschutz.

Nur zum Ausprobieren. Über zwölf Monate zahlst du bei Notability je nach Stufe das Drei- bis Sechsfache des Jahrespreises.

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